LEBENSMITTE

Veränderungen zulassen um dem Leben neu zu begegnen!

Lebensmitte ist die Zeit, wo man im Leben schon einiges erreicht, einiges gemeistert hat. Erfreuliches und nicht Erfreuliches. Es ist die Zeit, wo man mit einem Mal ein Ende eines Weges sieht, der früher einmal unendlich erschien. Es wird bemerkbar, dass die Lebenszeit begrenzt ist. Es bleibt keine Zeit mehr für Umwege. Keine Zeit mehr für Beziehungen, die einem nicht gut tun. Keine Zeit für Situationen, in denen man sich verbiegen und verstellen muss.

Es ist die Zeit, um die eigenen Maßstäbe für Liebe, Selbstwert und Erfolg zu überprüfen. In Frieden mit dem Vergangenen sein, für sich in Frieden sein, Lebensbilanzen ziehen, Wertehaltungen hinterfragen, das Scheitern in meinem Leben und das Unwiederbringliche betrachten. Eine ehrliche Auseinandersetzung mit diesen Themen ist Voraussetzung für eine neue Weichenstellung.

Faktisch ist es so, dass das menschliche Dasein eben dadurch ausgezeichnet ist, dass es in seinem eigenen Sosein nicht aufgeht: der Mensch ist nicht „eigentlich“ das, was an ihm vorfindbar ist: sein eigenes Sein ist immer auch schon „darüber hinaus“ – der Mensch muss nicht so sein, wie er „nun einmal“ ist in seinem So-und-nicht-anders-Sein, sondern er kann jederzeit auch so sein, wie er will bzw. wie er soll, ja er kann dies nicht nur, sondern er ist auch tatsächlich immer nur so, wie er will – das heißt: wenn er sich seiner Freiheit, anders zu sein begeben hat, dann hat er sich dieser Freiheit eben freiwillig begeben.

Viktor Frankl

Lebensmitte ist nicht die Zeit aufzugeben und zu sagen: „Ich bin eben so. Es ist zu spät etwas zu ändern.“ Ganz im Gegenteil. Das ist die Zeit, ein für alle Mal Stellung zu beziehen um für sein eigenes Potential einzustehen.
Noch ist die Zeit nicht knapp, aber zum Verschwenden viel zu kostbar!